Jobst Denecker, Todtentantz, 1544

Paven - med djævle
Vogtherr, Paven

Her følger teksten fra Jobst Denecker's Todtentantz, der blev udgivet med Vogtherr's kopier af Holbeins dødedans.

De fleste af siderne slutter med et latinsk heksameter forneden. Disse er i reglen fra Thielman Kerver's marginaler, selvom de ikke nødvendigvis er for den samme person. F.eks. står der: »Me tumulo condit fato vicina senectus« under "Alltmann", hvilket er et citat fra Kerver's gamle kvinde. Under "Allts weib" står i stedet teksten: »Cum gressum natura neget mors sæua propinquat«", hvilket er fra Kerver's kvinde med krykker.

Enkelte citater er ikke fra Kerver's marginaler, men disse kan findes i en bog ved navn "Infrascripta Dialogus christiani et mortis" med digte af Johann Spangenberg (se eksternt link). For eksempel under Krucifikset står der »Per me sydereum iustus penetrabit olympum«, hvilket er fra dialogen mellem "Christianus" og "Mors" i begyndelsen af omtalte bog.

"Infrascripta Dialogus" indeholder også Kerver's tekster, hvilket vil sige, at alle citaterne forneden af siderne kan findes i denne bog. Der er også mange paralleller mellem dialogen mellem "Christianus" og "Mors" og den »Dialogus/ oder Gespräch des Menschen vnd Tods«, der indleder nærværende bog.

    Todtentantz.

DAs menschlichs leben anders nicht
    Dann nur ain lauff zum Tod
Vnd Got ain nach seim glauben richt
    Dess findstu klaren bschaid
O Mensch hierinn mit andacht liß
    Vnd fasß zů hertzen das
So wirdstu Ewigs hayls gewiß
    Kanst sterben dester bas.

    M. D. XLIIII.

Desine longæuos exposcere sedulus annos,
    Inque bonis multos annumerare dies.
Atque hodie, fatale velit si rumpere filum
    Atropos, impauido pectore disce mori.(1)


O fœlix mortale genus si semper haberet
    Æternum præ mente bonum, finemque timeret.(2)

    Wie selig wer das menschlich gschlecht
    Wann es zů hertzen füret recht
    Das Ewig gůt/ vnds end bedächt.


O Mensch was vndersteest du dich
    Zůstöllen so hochmüetigklich?
Erwig wie vnempfliehlich ist
    Der tod/ vnd vngwiß stund vnd frist
Vnd vnabtreiblich auch sein zil
    So wurdst du sünden nit als vil
Vnd dich diemüetig hallten mer
    Wann du bedenckst/ wie welltlich Eer
Zurgengklich ist/ das grosser bracht
    So gähling hinfellt vber nacht.

Dialogus/ oder Gespräch
    des Menschen vnd Tods.

    Der Mensch spricht.

Wer bist der also einher geest
    Erschreckenlichen vor mir steest
Vnnd sichst mich streng vnd grimmig an
    Du häsßlicher/ verzörter man.

    Der Tod antwort.

5 Bin der so alle Adams kind
    Nimpt hin von wegen jrer sünd
Vnd inn der weyten wellt erkhennt
    Das menschlich gschlecht/ den tod mich nennt
Ich bin die endschafft aller ding
10     Der ich all Creaturen zwing.

    Mensch.

Du Tod bist aller wellt verhasst
    Vnd yedermans gemainer lasst
Was leben hat sich dein entsetzt
    Richst mänigklichen hin zůletzt
15 Man fürcht dich lange zeit vor her
    Wann kompst/ so ist kain hoffnung mer.

    Tod.

Ist war/ was lebt vnd athem zeucht
    Entrinnt meim spieß nit/ noch entfleucht
Den waffen/ dann der Adam hat
20     Der wellt durch erste missethat
Das thor eröffnet zů dem Tod
    Vnd eingang gmacht zů grossem laid
Das werdt noch/ dann derselben sünd
    Entgellten jr all seine kind
25 Vnd müessen vnder meinem gwallt
    Ersterben/ seyen Jung vnd allt
So volgt jr Ewerm vatter auch
    Von wegen aigner sünden nach.

    Mensch.

O Tod hilfft ann dir gar kain bitt
30     Vnd ist kain außflucht zsůchen nit.

    Tod.

Vergebens all dein Rechnung ist
    Weyl kainer vberbliben ist
Von Anfang her der wellt/ auff dich
    Habs all verschlunden gwalltigklich
35 So denck dir nit/ das ich auff erd
    Alls eben dein verschonen werd
Dann Christus ist gestorben auch
    Zůreden seiner menschhait nach
Darzů ists nit inn meinem gwallt
40     Das ich ain für den andern hallt
Ich brauch gen yederman gleichs recht
    Nimm gleich den Herren wie den knecht.
</ver>
<vers=0003a>
    Mensch.

O Tod wie gern ich mich dein
    Entschütten wollt/ künds müglich sein
45 Dann ich von hertzen hart erschrickh
    Wann ich dein grausamb gstallt anblickh.

    Mensch.

O Tod wie gern ich mich dein
    Entschütten wollt/ künds müglich sein
45 Dann ich von hertzen hart erschrickh
    Wann ich dein grausamb gstallt anblickh.

    Tod.

Es ist der menschen gmaine art.
    Das sie sich mein entsetzen hart
Wann ich sie zů erfordern kumb
50     Doch ligt nichs dran/ ich gib nichs drumb
Es darff sich niemandt vndersteen
    Das er wöll meinem gwallt entgeen
Der mir von Gott verlichen ist
    Darumb bisst du ain rechter Christ
55 So fasß den glauben/ bild dir für
    Wie das ich bin die ainig thür
Durch die man inn das leben geet
    So man am Jungsten tag ersteet.

    Mensch.

Du stiffst nur mord vnd kläglich not
60     Erfüllst all ding mit bitterkait
Beraubst das leben für vnd für
    Vnd lasst groß Trüebsal hinder dir
Wa du dich eintringst inn ain hauß
    Da tregt man ains mit laid herauß
65 Dann bald du nun ain Mensch erwischt
    Seins bleibens ob der wellt nit ist
    Das leben wie ain liecht erlischt.

    Tod.

Das ich ain mensch vmbs leben bring
    Ist nun ain gmain/ natürlich ding
70 Die Haiden haben doch nit klagt
    Allso von mir/ vnd allweg gsagt
Ich sey doch an mir selb nit böß
    Weyl ich die menschen offt erlöß
Von mühe vnd arbaitseligkait
75     Der wellt/ vnd aller müesamkait
Damit sie müessten bladen sein
    Das bey den Thratiern(3) wol schein
Die dann auß sunderem verstand
    So offt ain kind inn jrem land
80 Geporen worden/ haben gwaint
    Vnd/ alls dann war/ darbey vermaint
Es sey doch schad/ das widerumb
    Ain mensch inns ellend leben kumb
Das es müeß leiden not vnd zwang
85     Vnd Trüebsal all sein leben lang
Dann es haisst wol ain jamerthal
    Die sündtlich wellt inn disem fal
Darinn man hat/ geredt imm grund/
    Kain sichers zil/ noch ruebig(4) stund
90 So aber ains entgegen starb
    Erfrewt man sich/ das es erwarb
Die besten rhw vnd steeten frid
    Das ist der war/ recht vnderschid
Den yetz jr Christen kaum versteet
95     So flaischlicher begird nach geet.

    Mensch.

Erzöl vnd sag mir wannenher
    Du kommest/ oder wölcher herr
Dich außgeschickt doch hab nach mir.

    Tod.

    Das will ich nit verhallten dir/
100 Dein schöpffer/ der allmächtig Got
    Hat dir anfengklich sein gepot
Klar fürgeschriben/ der du dich
    Hast sollen vnderthenigklich
Gebrauchen/ weyl dein leben gwert
105     Weyl aber dein natur verkhert
Von art kain nütz gewesen ist
    Deßhalb du gar gefallen bist
Inn alle sünd/ so hat Gott mich
    Auff erd gesandt zůstraffen dich
110 Dann du hast auch die schuld ererbt
    Von Adam der die wellt verderbt
Darumb bezal nur willigklich
    So würdts dest minder bschweren dich
Dann meiner schuld kumpt niemandt ab
115     Zalts mit der haut/ vnd můß inns grab
Vnd wa ich ainem vbersech
    Dem andern bey jm vnrecht gschech.

    Mensch.

Ach Tod/ wie bin ich dir so feind
    Weyl souil grosser Herren seind
120 Durch dich erwürgt/ vnd nammhafft leüt
    Von Adam biß auff dise zeit
Der aller du nit hast verschont
    Vnd sie erschrockenlich belont
Darumb ich an mir selbs verzag
125     So ich nit widerstreben mag
O lieber Gott/ wie soll doch ich
    Du grimmer Tod erleiden dich
Vnd weyl kain mensch mir helffen kan
    Wen soll ich dann sunst rüeffen an.

    Tod.

130 O Mensch fasß dir ain trosstlichs hertz
    Ich bin nit allso grosser schmertz
Wie mich der thorecht pouel(5) acht
    Dann nimm dir für vnd recht betracht
Wie dich versündst/ vnd wol verschuldt
135     Du hast den tod/ vnd trag geduldt
Ergib dich deinem schöpffer gantz
    So geest mit frewd/ an Todten tantz
Dann wann von hertzen jm vertrawst
    All trosst vnd hoffnung auff jn bawst
140 So würdt er sich erbarmden dein
    Inn letsten nöten gnädig sein
Alßdann du keckh erwarten magst
    Deins Ends/ darab du yetzund klagst
So du nit waist wahin du ferst
145     Weyl so verrůcht dein zeit verzörst.

    Mensch.

O Tod wie hart betruebst du mich
    Weyl du so vnuersechenlich
Mich inn der Jugendt vberfellst
    Dich lenger nit von mir enthellst
150 Vnd lasst mich leben noch ain zeyt
    So ich hab auff das allter weyt.

    Tod.

Ich fall kain vnuersechens an
    Ich warnen vor schier yederman
Schickh aim vorher ain kranckhait zů
155     Darmit ich jn ermanen thů
Das er ain Mensch vnd sterblich sey
    Noch will es nit erschiessen bey
Euch menschen/ so die wellt nur liebt
    Vnd täglich alles wollusts yebt.

    Mensch.

160 So wöllest doch berichten mich
    Warumb du also grausamlich
Nun sechest/ das ann dir allain
    Ist weder flaisch noch haut/ nur bain
Vnd stinckst darzů vnleidenlich
165     Von würmmen gfressen ellendklich
Pfuy/ pfuy was anblicks bist du doch
    Du scheützlichs thier am letsten noch.

    Tod.

Mich wundert/ was du fragest mich
    Waist du doch selb so wol als ich
170 Wann kompt dein Cörper inn die erd
    Was darnach widerumb drauß werd
So bald dein flaisch fault vnd verwißt
    Alßdann du mir gleichförmig bist
Vnd sichst so grewlich alls ich bin
175     Dasselbig fass dir wol inn sinn
Wann sich die seel vom leib hinschaidt
    Würdt yederman wie ich beklaidt
Vnd sich deßhalb so jämmerlich
    Das man dest mer soll fürchten mich
180 Du auch/ der fast ab mir außspeibst
    Entrinnst mein netzen nit/ du bleibst.

    Mensch.

Ach soll ich souil gůt vnd gellt
    Verlassen inn der süessen wellt
Vnd eingeen inn den bittern tod
185     Ist mir dann das nit billich laid.

    Tod.

O lieber Mensch/ ists nit ain groß
    Das nackent yederman vnd ploß
Kompt inn die wellt/ vnd stirbt auch ab
    Das er ligt wider ploß imm grab
190 Vnd lasst sichs gellt noch fechten an
    Das er nit mit jm nemen kan
Schaid ab mit vnbeschwertem můt
    Lasß dich nit kümmern wem dein gůt
Nach deinem abgang werd zů thail
195     Betracht darfür der Seelen hail
Jr armmen leüt greiffts vnrecht an
    Fürcht mich/ der doch nur tödten kan
Den leib/ Es ist nichts das er stirbt
    Das aber euch die seel verdirbt
200 Ist grosser schad/ derselbig wirdt
    Von kaim bedacht/ wie sich gepürt.

    Mensch.

Das ist die vrsach/ das man nicht
    Den Tod der Seel mit augen sicht
So wol/ alls wenn der leib schaidt ab
205     Den tregt man gleich dahin inns grab
Vnd täglich sicht man/ das on zal
    Die Menschen sterben vberal
Vnd niemandt vberbleibt/ fert hin
    Mit tod/ das kränckt der menschen sin.

    Tod.

210 Ach Mensch/ du bist dir selb nichts werdt
    Hast nit den hailgen Paulum ghert
    Der mein so ernst[igk]lich begert
Das ich sein leib auff erd entbind
    Damit die seel auffaren kind
215 Zů Christo dem Erlöser sein
    Allso dich solltest schicken drein
So wurd ich dir gantz angenem
    Vnd lustig sein/ geb wann ich kem
Alls Christus sellber auch bekhennt
220     Der mich ain rüw vnd schlaff hat gnennt(6)

    Ende dises Dialogi.

Skabelsen
Skabelsen

Skabelsen

    Erschaffung des Menschen.

Gott hat erschaffen menschlichs gschlecht
    Zů erst inn vnschuld/ frumb vnd grecht
Formieret nach der bildnuß sein
    Vnd geben jm die erden ein
Darzů mit herrschafft hoch erhebt
    Weyt vber yedes thier so lebt
Ain freyen willen glassen auch
    Das es gůt oder bösem nach
Möcht hengen/ das doch nit lang gwert
    Dann sein natur war so verkhert
Das sie vil mer zů argem gnaigt
    Wie sich ann erster that erzaigt
Dem schlahen wir noch alle nach
    Vnd fallen steets inn boßhait auch
Weyl vnser flaisch ist so verderbt
    Das es die sünd von Adam erbt.

Principio omnipotens coelum terramque creauit.

Syndefaldet
Syndefaldet

Syndefaldet

    Einfürung ins Paradeyß.

Nach dem Gott auß des Adams leib
Erschůff zů ghilffen jm das weib
    Hat ers inn garten gfüert
Daselbs zů wollust mangelt nicht
Er trůg durchauß vil kostlich frücht
    Vnd war zum schönsten ziert
Da sagt Gott/ habt Euch vollen gwallt
Vnd esßt von früchten manigfallt
    Nur den baum nit berüert
Ain solches aber bstüend nicht lang
Sich vnderfieng die listig schlang
    Vnd bildt der Eua ein
Sie sollt vom selben essen auch
So wurd von stunden an darnach
    Sie hochuernünfftig sein.

Immemor infoelix gustauit ab arbore pomum.

Uddrivelsen
Uddrivelsen

Uddrivelsen

    Außtreibung Adams.

Da zů erst Eua/ von dem baum des wissen
Durch anschifften des Teüffels het gepissen
Hat sies gepoten/ auch dem man zů essen
    Der sich vergessen
Vnnd auch nit bey der Gottes ordnung bliben
Deß sie bald von dem Paradeiß vertriben
Inn die wellt gstossen/ da sie haben müessen
    Schwerlichen püessen
Wann sie gehalten ersten stand der vnschuld
Hetten sie Ewig mügen haben Gots huld
Vnd vns nit sampt jn bracht in solch verderben
    Das wir all sterben
Also ist drauff guolgt/ Götlich straff vnd zoren
Das wir all weren Ewigklich verloren
Wann nit het Christus wöllen vns versüenen
    Durch sein verdienen.

Ille cibus mortem peperit cunctosque dolores.

Efter Syndefaldet
Efter Syndefaldet

Efter Syndefaldet

    Flůch des Menschen.

Nach dem der tod sich durch die sünd
    Eintrungen/ vnd bey Adams kind
Sein vnderschlaff vnd wonung gsůcht
    Ward auch die erd dadurch verflůcht
Das sie kain kor[e]n/ frucht noch kraut
    Nit mer sollt tragen vngepawt
Deßgleichen auch die menschen baid
    Bald vnderworffen angst vnd laid
Die Eua můßt mit schmertz vnd klag
    Jr kinder bringen an den tag
Vnd Adam steets mit arbait groß
    Die erden bawen inn seim schwaiß
Dess müessen wir entgelten noch
    Vnd tragen das beschwerlich joch
Das wir inn Jamer/ angst vnd not
    Gewinnen vnser teglich brot.

Vita hominis uelox ad mortem est transitus atram.

Døden til paven
Døden til paven

Døden til paven

    Der Todt.

Du Bapst ain warer Antichrist
    Willt sein der jrrdisch Got
So du ain schnöder mensch nur bist
    Můsßt werden yetz zů spot
Damit das sehen müg die wellt
    Wen sie ann dir geert
Du liebst nit Gott/ nur bracht vnd gellt
    Es hat lang gnůg gewert.

Pave

    Der Pabst Andtwort.

Ach Tod du sagst mir gwißlich war
    Ich stee yetz meiner seel inn gfar
Weil ich mein schöpffer nit erkhennt
    Die wellt mit falschem schein verblendt
Mit menschen thandt/ erdichter leer
    Gezogen von der Gottes eer
Fürcht deßhalb seinen straff vnnd zoren
    Das ich werd Ewig sein verloren.

Cum deus in terris habear quid? morte cadendum est

Døden til kardinalen
Døden til kardinalen

Døden til kardinalen

    Der Todt.

Nun gib dich gfangen Cardinal
Du můsst erleiden auch ain mal
Den tod durch mein vergifften stral
    Dich hilfft kain klaid/ noch roter hůt
    Sein deine werck gewesen gůt
Der glauben recht inn diser wellt
So würdst empfahen widergellt
Im hymmel/ wie die schrifft gemeldt.

Kardinal

    Cardinal.

Wie kan ich gůts versehen mich
    So ich hab all mein tag
Verzört inn lasstern steetigklich
    Deßhalb ich billich klag
Das ich yetz abschaid schnelligklich
    Darab ich gantz verzag
Weyl doch vor grossen sünden ich
    Kain gnad verhoffen mag.

Cardineum cogit mors atra relinquere culmen.

Biskop
Biskop

Biskop

    Bischoff.

O Tod wie grausam ist doch aim dein bildtnuß
Vnd wie gar schrecklich würdt jm die gedechtnuß
Ach wie hoch kümmerst du dem menschen sein můt
    Dem der nichs gůts thůt
Der steet inn sorgen/ wann er kumb vom leben
Das jm Gott sein sünd dort nit werd vergeben
Dardurch verzweyfelt er an seiner gnad gar
    Das er inn dhell far.

Døden til biskoppen

    Der Todt.

Gleich wie der mensch sein leben schickt
    Darnach erfrewt sich oder schrickt
Er ab der schnellen zůkunfft mein
    Hat er zů Gott die Hoffnung sein
Ist er zů sterben williger
    Wa nit/ stöllt er sich schölliger
Wann ich jn von dem leben nim
    Dann vor der hell will grausen jm.

Pontificalis apex, cum mors ferit impia cessat.

Kannik
Kannik

Kannik

    Thůmbherr.

    Weyl allweg ich
    Deß wollusts mich
    Beflissen hab
    Vnd schaid yetz ab
    Ehe ich der sünd
    Půß pflegen künd
    Sorg ich meins thons
    Beschwerlichs lons.

Døden til kannikken

    Der Todt.

Du yebst dich gleich in gaistlichait
    Wie du gehallten rainigkait
Hast vbertretten die gepot
    So dir hat fürgeschriben Got
Inn aignen wercken hilff gesůcht
    Vnd hast gelebt so gar verrůcht
Was wolltest du gewertig sein
    Für andern lon dann ewig pein.

Cuncta sacerdoti, sustollit munera fatum.

Døden til abbeden
Døden til abbeden

Døden til abbeden

    Der Todt.

    O lieber Abt
    Du hast gehabt
    Gůts lebens gnůg/ lang in der fill
    Dein leib ist faist
    Vnd klain der gaist
    Merckh es ist Gottes will
    Das sterben můst
    Ob schon nit thůst
    Gar ger<e>n/ schweig nur still.

Abbed

    Abt.

Auff gůte werckh hab ich gepawt
Vnd nit dem herren Christo trawt
    Das er mich hab versönt
Mein datumm ist auf wollust gwest
Hab steetigs nur mein leib gemöst
    Daneben mich beschönt
Mit angemaßter gaistlichait
O wee/ das ich die seeligkait
    Damit nit hab verdient

Pastoralis abit loeti dominatio dextra.

Døden til præsten
Døden til præsten

Døden til præsten

    Der Todt.

Du Pfarrer hast mich lang erkhennt
Dieweyl du mit dem Sacrament
    Das volckh am letsten end versehen
Da du offtmals mein bitterkait
Der menschen arbaitseligkait
    Inn jrer höchsten not gesehen
Richt dich/ es würdt yetz eben dir
Also zůhanden geen von mir
    Wie jnen allen ist beschehen.

Præst

    Pfarrer.

Ich hab wol gwisßt weyl ich auß erd
Geporen/ das ich wider werd
    zů äschen vnd zů staub
Weyl menschlichs leben brechlich ist
Wann kompt sein gsetzte stund vnd frist
    Fällts hin gleich wie das laub
Doch stirbt der mensch nit gar drumb ab
Wann schon der leib erfault im grab
    Erhällt die seel der glaub.

Mens deuota deo fatis obnoxia degit.

Døden til prædikanten
Døden til prædikanten

Døden til prædikanten

    Der Todt.

Du Prediger hast menigklich
    Geleert/ inn tod zůschicken sich
Jetz will ich sehen ob du auch
    Demselben wöllest kommen nach
Das du gewisen ander leüt
    Weyl es ann dir ist diser zeit
Dann selten findt mans an der that
    Das jr thüet/ was jr andern rath.

Prædikant

    Predicant.

    Wie redst so grimm
    Kumb her vnd nimm
    Den Cörper hin
    Den ich dir bin
    Vorlangst verpflicht
    Ain frewd beschicht
    Mir nur darab
    Weyl ich dadurch das Ewig hab.

Qui culpas hominum carpsi iam morte fatisco.

Døden til munken
Døden til munken

Døden til munken

    Der Todt.

Hui Münch rüsst dich auff die fart
    Dich hat dein orden truckt nit hart
    Hast nur der bauchfüll außgewart
Vnd wol gepflegen deinem leib
    Geb wa der hailig Gotsdienst bleib
Das bitter end yetz auch versůch
    Erwörst dich nit mit deinem bůch
Wann man gen hymmel käm so ring
    So wer es wol ain spötlich ding.

Munk

    Münch.

    Ey laß mich doch
    Bey leben lenger bleiben noch
    Das ich würckh půß
    Dann so daruon ich also můß
    Würdts vbel geen
    Ich kan vor Gots gericht nit bsteen
    Erwürb nit huld
    Weil ist so hoch mein sünd vnd schuld.

Non me claustra iuuant tumulo quin claudar harenę.

Døden til lægen
Døden til lægen

Døden til lægen

    Der Todt.

Jetz sicht man Doctor das dein kunst
    Weit felt/ vnd ist gen mir vmb sunst
Dann wa die stund verhanden ist
    Hast du das leben nie gefrist
Kain augenblickh/ das ist wol schein
    Das dich nit kanst erwören mein
Vnd inn der not kain hilff nit thon
    Nimbst doch von andern leüten lon.

Læge

    Artzet.

Wiewol ich manchem gholffen hab
Der ainer kranckhait kommen ab
Vnd lebt noch/ der sunst leg imm grab
    So sich ich doch das kain Artzney
    Noch kraut vnd wurtz gewachsen sey
    Die mich der letsten stund befrey
Weil dann mein kunst kain rath nit waisst
Will stöllen ich zů Gott mein trosst
Vnnd jm beuelhen meinen gaisst.

Heu mihi quod nulla mors est vitabilis arte.

Kejser
Kejser

Kejser

    Kayser.

Das Oberst haupt/ der ainig herr
    Der gantzen wellt bin ich
Von dem sich außprait/ Adel/ Eer
    Vnd gnad auff menigklich
Füer auff der erd den höchsten stand
    Hab vnder meinem gwallt
Das Reich/ vnd sunst vil aigner land
    Die ich inn frid erhallt.

Døden til kejseren

    Der Todt.

Der bitter tod haiß aber ich
    Vnd bin gewalltig vber dich
Vnnd vber alle menschen kind
    Von Got gesandt zůr straff der sünd
Darumb würdst auch den waffen mein
    Mit deinem leyb verbunden sein
Bist schon der Kayser/ můsst du doch
    Mir auch wie ander vnders joch.

Omnibus imperito mihi mors tamen imperat vna.

Døden til kongen
Døden til kongen

Døden til kongen

    Der Todt.

Wolauff mit mir dauon/ yetzund
    Kompt dir dein aufferlegte stund
Regierst du schon ain Künigreich
    Noch stirbst du ainem betler gleich
Vnd bringst nit mer mit dir hindan
    Dann sunst [mit im](7) der ärmest man
Weil niemandt lebt auff weyter erd
    Der mir zůletst zů thail nit werd.

Konge

    Künig.

Weyl Christus selber hat gemeldt
    Sein reich sey nit von diser wellt
Hab ich dadurch auch wol erkhent
    Das all mein gwallt vnd Regiment
Auff erden auch zůrgengklich ist
    Vnd deßhalb wie ain frommer Christ
Dem reych der hymmel nachgestöllt
    Das Ewig bleibt/ so dises fellt.

Sceptra gerant alij cædunt diademata loeto.

Hertug
Hertug

Hertug

    Hertzog.

Sollt ich ain reicher Hertzog sein
    Vnd haben inn der ghorsam mein
Ain gwalltigs land/ vil Edler leüt
    Vnd so inn ainer kurtzen zeit
Von disem allem schaiden mich
    Das müesst mich rewen Ewigklich
Darumb/ O Tod/ ist yetz mein bit
    Thail mir das leben lenger mit.

Døden til hertugen

    Der Todt.

Vnd seyest noch so grosser Fürst
    Vnd habest leüt vnd land
Noch du mir nit entpfliehen würdst
    Du můsst inn meine band
Sunst werest inn der wellt der erst
    Der sich het mein erwört
Den mein gewallt nit vberherscht
    Die würmm auch nit verzört.

Diruta Marte mea non obstant moenia morti.

Døden til greven
Døden til greven

Døden til greven

    Der Todt.

Wie trittst hochmüetigklich daher
    Als sey dir niemandt gleich
Will dir bald brechen eytle Eer
    Wann du nach Gottes reich
Vnd nit auffs zeitlich hettest gstöllt
    Dein hertz/ ergiengs dir wol
Du wurdest dort sein außerwöllt
    Vnd Ewig frewden vol.

Greve

    Graff.

Ach Tod laß mich vnangesůcht
Ich wollt es wer die stund verflůcht
    Das ich geporen bin
Weil ich von Gott gewichen ab
Mein tag vil plůts vergossen hab
    So bschwerts yetz meinen sin
Das ich soll schaiden von der erd
Vnd waiß das ich des Teüfels werd
    Drumb nimm mich noch nit hin.

Non altos curat titulos truculentia fati.

Døden til ridderen
Døden til ridderen

Døden til ridderen

    Der Todt.

O Ritter merckh
Dich hilfft kain sterckh
Noch küenhait nit
Wiewol du mit
Deim spieß vnd schwert
Vil blůt verrört
Will doch yetz ich
Mit meim spieß auch durch rennen dich.

Ridder

    Ritter.

Ich waiß es wol vnd ist mir laid
    Das hilfft kain pantzer für den tod
Darumb will ich ergeben mich
    Imm glauben sterben Ritterlich
Vnnd streyten wie ain frummer Christ
    Der Ewigs lebens gwertig ist
Dann wer sein zeyt hie wol beschleüst
    Dasselb inn jhener wellt geneüst.

Clarum militiæ nomen non fata moratur.

Adelsmand
Adelsmand

Adelsmand

    Edelmann.

Ich bin ain Junger starckher man
    Von leyb noch frisch vnd gsund
Greiff ainen alten/ schwachen an
    Mach jm sein letste stund
Willt du nit von mir setzen ab
    Würd ich mich wören dein
Weil ich inn mir das leben hab
    Dann ich will dein nit sein.

Døden til adelsmanden

    Der Todt.

Du frecher mensch was treibst souil
    Es ist verhanden yetz dein zil
Vnd hast kain stund zů leben mer
    Willt mit mir fechten/ so kumb her
Ob du schon bist ain Edelman
    Deins gleichen mir noch nie entran
Dich auch würdt helffen yetz kain wör
    Du můsst mit mir zum allten hör.

Funera non tollit cuiquam generosa propago.

Rådsherre
Rådsherre

Rådsherre

    Rathsherr.

O Tod wie schwer du bist
Wa kain erkhandtnuß Gottes ist
Vnd da der mensch nichs thůt
Dann stöllt nach zeitlich Eer vnd gůt
Der layder ainer bin
Ich auch/ das yetz betrüebt mein sin
So mich der tod so schnell
Begert zůfüeren ab der wellt.

Døden til rådsherren

    Der Todt.

An deiner red zůmerckhen ist
    Das du mit sünd beladen bist
Die bschweren yetz das gwissen dein
    Dem solltest vor fürkommen sein
    Mit rew/ vnd nit gwart haben mein
Bißher/ ist auffrecht gwest dein rath
    So würdsts dort finden an der that
Der außgang der probiert all ding
    Wer frümbklich lebt/ der stirbt auch ring.

Iam fera mors sæuit, perit hinc primatus honorque.

Advokat
Advokat

Advokat

    Fürsprech.

Vernimm den fürsatz meines gmüets
    Ich wollt mein leben pessern yetz
Wann du mir liessest lengers zil
    Dann ich hab ob mir sünden vil
Weyl ich offt ain gerechte sach
    Verdunckelt das ichs vngrecht mach
Damit ich nem vil nutz vnd lon
    Das wolt ich fürhin nymmer thon.

Døden til advokaten

    Der Todt.

Wer tieff inn sünden ist verstrickt
    Ab meiner zůkunfft hart erschrickt
Dann er waißt/ das nach disem tod
    Jm erst würdt volgen Ewigs laid
So dann truckht dein gewissen dich
    Als hardt/ nimpt es nit wunder mich
Ob schon verzweyfellst vnd verzagst
    Vnd ab mir hefftig schreist vnd klagst.

Lingua diserta feram nescit dep<p>ellere mortem.

Dommer
Dommer

Dommer

    Richter.

Ach Tod ich bit
Nimm mich noch nit
Vom leben weckh
Dieweyl ich steckh
Inn grosser gfar
Hab manches Jar
So vbel ghaust
Das rechenschafft zůthon mir graust.

Døden til dommeren

    Der Todt.

Was Got setzt/ ordnet vnd fürsicht
    Würdt hindersich nit geen
Vnd mag kain mensch das wenden nicht
    Dann sein wort můß besteen
Du kompst yetz für das Ewig ghricht
    Hast du geurthailt wol
So gneüssts/ dann niemandt vnrecht bschicht
    Deß ist die Bibel vol.

Iudicis officium neque mors funesta veretur.

Ågerkarl
Ågerkarl

Ågerkarl

    Reychmann.

O Tod nun beyt
Mir noch ain zeyt
Das ich mein gellt
Baß inn der wellt
Gebrauchen müg
Ehe das ich lig
Vnd faul imm grab
Darnach schneid mir das leben ab.

Døden til ågerkarlen

    Der Todt.

Dein gůt dir nit ain pfenning nützt
    Vnd lebtest hundert Jar
So hefftig es dein hertz besitzt
    Du brauchtests nit fürwar
Hast alls bißher den freünden gspart
    Es mag nichs von deim geitz
Sie haben mein mit frewden gwart
    Vnd lassen dir dein kreitz.

Diuitias alijs (properant mea fata) relinquo.

Døden til købmanden
Døden til købmanden

Døden til købmanden

    Der Todt.

    Du Kauffmann hast dein sin
So lang du glebt/ nur gwendt auff gwin
    Was frewd hast yetz darab
Du stirbst/ vnd ferst von aller hab
    Bloß wider inn die erd
Denckst nit/ das durch dein schalckait werd
    Dein arme seel verdörbt
Das dem nit laid ist der dich erbt.

Købmand

    Kauffmann.

O Tod wie scheüch ich dich so fast
    Weil ich trag ob mir bösen lasst
Dann ich mit meiner kauffmanschatz
    Nit thon nach Gottes wort vnd gsatz
Vnd mein nächsten offt gelaicht
    Das er zů grossem schaden graicht
Wann ich jm geben vil zů theür
    Darumb fürcht ich das Ewig feür.

Foenora quid prosunt mors implacabilis adstat.

Døden til kræmmeren
Døden til kræmmeren

Døden til kræmmeren

    Der Todt.

Du bist ain Kramer lange zeit
    Eroberst nit ain meit
Geest inn dem land zufůß noch vmb
    Bist inn die wellt zůfrumb
Darumb dich Gott last hollen yetz
    Damit du werdest sein
Du gneüsst deins frummen/ trewen gmüets
    Sunst achtet er nit dein.

Kræmmer

    Kramer.

Ich hab mich ringen gwinns ergetzt
    Mit wissen niemandt vbersetzt
Vnd mich am selben wol benüegt
    Wann Gott mir nur hat zůgefüegt
Durch arbait täglich narung mein
    Sonst wöllt ich auch wol reicher sein
Will mich dann Gott begnaden mer
    So sag ich jm danckh/ lob vnd Eer.

Finis adest vitæ posthac nil vendere phas est.

Døden til sømanden
Døden til sømanden

Døden til sømanden

    Der Todt.

Du Schiffman hast dich vil vnd offt
Auffs meer gewagt/ vnd steets gehofft
    Du farest wol zů land
Wiewol dir solches grathen ist
Das du so lang entrunnen bist
    Kompst mir doch yetz zů hand
Sichst wie das schiff inn nöten steet
Vnd dir gleich an dein leben geet
    Das laß mir hie zů pfand.

Sømand

    Schiffmann.

Wann nit ain anders leben/ wer
    Dein pein zůleiden mir yetz schwer
So aber ich bin gwiß vertröst
    Das Christus mich hat selbs erlöst
Mit seinem tod/ von helle pein
    Mag ich wol deinthalb frölich sein
Bring nur den leib imm wasser vmb
    Damit mein seel inn himel kumb

Mergitur in pelago naufragus ante diem.

Ægteskabsbryder
Ægteskabsbryder

Ægteskabsbryder

    Eebrecher.

O falscher Tod/ was zeichst du mich
Imm Eebruch würd ergriffen ich
    Vnd an sündtlicher that
Schaid yetz dahin on rew vnd půß
Darumb ich Ewig leiden můß
    Waiß meiner seel kain rath
Ach/ warumb hast dus nit verhüet
Erwürgt/ ehe das mein hertz vnd gmüet
    Das fürgenommen hat.

Døden til ægteskabsbryderen

    Der Todt.

Dieweil du vnd ain yeder Christ
Durchs Götlichs wort gewarnet ist
    Das ich kumb wie ain dieb
Warumb hast du nit acht gehapt
Das ich dich nit also erschnapt
    Vnd gůte werckh geiebt
Dir aber gschicht wie andern offt
Wann ich sie anfall vnuerhofft
    Erwisch ich sie betriebt.

Lasciuos mortis iaculum præcidit amores.

Bonde
Bonde

Bonde

    Ackermann.

Du Tod kompst eben recht mir armen
Ich nör mich/ es möcht Got erbarmen
    Imm schwaiß so herb vnd saur
Můß meiner schweren arbait gniessen
Die mir doch nichten will erspriessen
    Bin ain ellender baur
Vnd hettest mich nur zeitlich gnommen
Ehe ich vil kinder vberkommen
    Hets mich noch minder thaurt.

Døden til bonden

    Der Todt.

Es kompt mir sellten ainer zů
    Der mich so schon empfach
Wann ich ain reichen fordern thů
    Ist jm lang nit so gach
Wie gar füert nur das zeitlich gůt
    Die leüt inn sünd vnd schmach
Vnd wenndt von Got ab jren můt
    Das rewt sie vast darnach.

Me labor assiduus fregit dolor vltimus aufert.

Gammel mand
Gammel mand

Gammel mand

    Alltmann.

O Tod nit eil
Laß mir nur weil
Das ich mein sünd
Beklagen künd
Vnd rew vor hab
Ehe ich schaid ab
Dem jammerthal.

Døden til den gamle mand

    Der Todt.

Es hat nit statt inn disem sal
    Du hast erlebt dein gsetzte zal
Vnd inn der wellt vil Jar verzört
    Wer hat dir dann bißher gewört
So du dein tod allweg gewisst
    Das du dich nit hast zůgerüsst
Vorlangst auff die sorgklich fart
    Vnd nit inn letste stund gespart.

Me tumulo condit fato vicina senectus.

Døden til kejserinden
Døden til kejserinden

Døden til kejserinden

    Der Todt.

Fraw Kayserin
Du stirbst dahin
Richt nur dein sin
    Vnd můt darein
    Es můß doch sein
Darffst kainer maid
Die dir das klaid
Nachtrag imm tod.

Kejserinde

    Kayserin

Můß ich dann also schaiden ab
    So ich den höchsten wollust hab
Vnd mangellt mir nichs auff der erd
    Wann ichs beger/ das mir nit werd
Ach das es Got erbarmen müeß
    Das er mich ans liecht kommen ließ
Hab ich so wenig deß gedacht
    Mein zeit inn souil sünd verbracht.

Mortis ager nutu quondam quæ cætera rexi.

Døden til dronningen
Døden til dronningen

Døden til dronningen

    Der Todt.

Fraw wie gfellt dir mein narrenweiß
    Die ich da vor dir treib
Will hollen zů der würm[en] speiß
    Dein schönen stoltzen leib
Deß würdt dein wolfart/ frewd vnd glickh
    Der du gehabt hast vil
Zůrgeen in disem augenblickh
    Dann es ist yetz dein zil.

Dronning

    Künigin.

Ach mord/ not/ jamer/ angst vnd klag
    Jetz hab ich meine pessten tag
Vnd bin des lebens inn der plüe
    Wer nur der tod so schnell nit hie
Die welltlich frewd ist wol so süeß
    Das ich sein reich Got leichtlich ließ
Vnd wolt mich geren deß begeben
    Wann ich nur bey jm möcht erheben
    Das ich lang kündt inn frewden leben.

Regia sum coniunx mortis subiecta furori.

Hertuginde
Hertuginde

Hertuginde

    Hertzogin.

Ho Tod nun biß willkommen mir
Dieweil du bist die ainig thir
    Dadurch der glaubig soll
Eingeen inns Ewig vatterland
So laß dich jrren nit mein stand
    Far frölich her vnd holl
Mich nur von disem jamerthal
Vnd brauch dein recht inn disem fal
    Vnd nimm der sünden zoll.

Døden til hertuginden

    Der Todt.

Dieweil du dich entsetzst nit mein
So würdst imm himel wildpret sein
Dann sellten kompt deins gleich hinein
    Weil gwallt vnd gůt
    Macht vbermůt
Das man nit offt ain menschen findt
Dem es sein hertz nit vberwindt
Das er nach Gottes gnad nit sinnt.

Quid? me fata premunt quę sum ducis inclyta coniunx.

Døden til grevinden
Døden til grevinden

Døden til grevinden

    Der Todt.

Die kettin hab dir yetz geschenckht
Hast vor vil goldts an hals gehenckt
    Das dich mer bschwert dann ziert
Vnd kosstlich sunst daher gebrangt
    Das dich nach Got nie hat verlangt
    Dem Teüfel nur hofiert
Sich/ wie es dir yetz nutzlich sey
So kompt dein letste stund herbey
    Das du solch leben gfüert.

Grevinde

    Gräffin.

Ach Tod het ich dich ehe betracht
Vnd minder auff den bracht geacht
Mir Gott den Herren gnädig gmacht
    So dörfft als hoch nit rewen mich
    Das yetz so Jung soll sterben ich
Weil ichs nit widerbringen kan
Rüeff ich Got noch vmb gnaden an
Der hilfft inn nöten yederman.

Non facit ad mortem cultus vel forma fugandam.

Døden til adelskvinden
Døden til adelskvinden

Døden til adelskvinden

    Der Todt.

Du Edels weib
Was zierst dein leib
Mit schönem klaid
Jetz kumb ich Tod
Das ich dich zuckh
Wa bleibt dein schmuckh
Kher vmb vnd schaw
Mich an/ bin auch ain Edle fraw.

Adelskvinde

    Edle fraw.

O wee/ was hab ich zigen mich
    Vnd auffgemutzt so vppigklich
Wann ich mit tugendt mich geziert
    Hets yetz der tod nit hingefüert
Vnd mich einzogen schlecht vnd frumb
    Geb mir Got ewig frewd darumb
Also würdt blont die hoffart mein
    Wie Lucifers/ mit helle pein.

Quando vocant parcæ, nec forma nec eruit ætas.

Abbedisse
Abbedisse

Abbedisse

    Abtissin.

Mich verlangt hertzlich/ das ich nur müg sterben
Vnd soll das sündtlich/ flaisch ain mal verderben
Auff verdienst Christi/ hab ich gsetzt all mein trosst
    deß frewt sich mein gaisst
Das er bald auß der/ ellenden betrüebnuß
Stinckenden kercker/ vnd der harten gfengknuß
Meines leibs zů Got/ seinem schöpffer widrumb
    Jetz inn sein reich kumb.

Døden til abbedissen

    Der Todt.

Wa Got der Herr würdt recht geert
    Vnd solche hertzen seind
Die sich von sünd vnd lasstern khert
    Da ist man mir nit feind
Wann Got inn trewen ob jn hellt
    Mit gnaden sie erleücht
Das gwissen nit inn zweyfel fellt
    So stirbt man wol vnd leicht.

Non loetum pia relligio nec sedula vincit.

Døden til nonnen
Døden til nonnen

Døden til nonnen

    Der Tod.

    O liebe Nunn
    Dich bscheint die sunn
    Das letzt mal heüt auff disen tag
    Dann schon dein stund
    Außglauffen vnd
    Das zyl/ darüber nyemandt mag
    Sich frissten mer
    Darumb far her
    Dann ich sich wol du bist vast zag.

Nonne

    Nunn.

Wiewol ich inn das Kloster bin
Mit leyb versperrt/ noch steet mein sin
    Nur auff die welt vnd Orden nicht
Mich frewdt vil baß ain junger gsell
Zů dem ich all mein andacht stell
    Dem ist mein gmüet vnd hertz verpflicht
In will ich haben lieb vnd werd
Dieweyl ich kan vnd mag auff erd
    Biß mir der Tod das leben bricht.

Non fati legem recti simulatio soluit.

Døden til den gamle kvinde
Døden til den gamle kvinde

Døden til den gamle kvinde

    Der Tod.

    Allts Weyb ich kumb
Bist du ainfelltig gwesst vnd frumb
    Das ist dir not
So würdst ain kind der seeligkait
    Dann du hast ye
Vil Jar erlebt auff erden hie
    Darinn du dich
Wol pessern mügen gnůgsamlich.

Gammel kvinde

    Allts weib.

Far her du lang gewünschter tod
    Das du mich hollst/ ist mir nit laid
Mich frewdt von hertzen das ich sterb
    Bey Gott meim Herren rhůw erwerb
Dann wer an jn vertrawt vnd glaubt
    Würdt Ewigs lebens nit beraubt
Desselben ich mich kräfftig hallt
    Darumb schadt yetz mir nit dein gwallt.

Cum gressum natura neget mors sæua propinquat.

Barn
Barn

Barn

    Jungs kind.

Was zeichst du Tod mich arm[e]s kind
    So kaum geporen bin
Vnd trag auff mir kain schuld noch sünd
    Zuckst mich gleich wider hin
Laß mich doch etlich Jar auff erd
    Biß ich kumb zů verstand
Vnd gar zů ainem menschen werd
    Darnach nimm mich an dhand.

Døden til barnet

    Der Todt.

Ey liebes kind es gschicht dir wol
    Die wellt ist not vnd jamers vol
Die müesstest leiden manigfalt
    Biß das du möchtest werden allt
Darumb/ wer ain vernunfft inn dir
    So solltest billich dancken mir
Das ich dir souil gůthait thů
    Vnd hilff dir also bald zů rhů.

Editus in lucem primum iam subtrahor orbi.

Alle menneskers knogler
Alle menneskers knogler

Alle menneskers knogler

    Gepain aller Menschen.

Da sein versamellt inn gemain
Der abgestorbnen menschen pain
    Vnd all der sachen ains
Der wer vast klůg/ so yetzund wesst
Wer vor Bapst oder betler gwesst
    Man khennt jr aber kains
Das macht es braucht der bitter tod
Gen niemandt kainen vnderschaid
    Hellt yederman geleich
Kain mensch geporen ward so hoch
Der seinem netz vnd strickh empfloch
    Wer gwalltig oder reich
Vnd wer die wellt sein gwesen gantz
Noch het er müessen an den tantz
    Weil niemandt jm entweicht.

Nos vocat ad fatum mortales exitus idem.

Krucifiks
Krucifiks

Krucifiks

    Crucifix.

Das fürwitz weib/ vnd Adams fal
    Vns haben hie inns jamerthal
Vnd dort inn Ewig pein gesetzt
    So hoch jr mißthat hat verletzt
Den schöpffer/ vnd sein straff verdient
    Die sunst nit werden kund versüent
Dann durch seins aingepornen Suns
    Harts leiden vnd gnůgthon für vns
Dadurch der tod vertilget ist
    Desselben sich der glaubig Christ
Inn seinen letsten nöten trösst
    Das jn hab Jesus selbs erlösst
Mit seinem plůt am Crucifix
    So schadt der leiblich tod jm nichs
Der nur das sündtlich flaisch verzört
    So sein seel gwiß inn himel fert.

Per me sydereum iustus penetrabit olympum.

Dommedag
Dommedag

Dommedag

    Jungst gericht.

Am Jungsten tag da würdt es geen
    Gar wunderbarlich zů
Der leib wirdt wider auffersteen
    Der glaubig Ewig rhů
Erlangen inn dem himelreich
    Vnd würdt von Got geziert
Den lieben hailgen Engeln gleich
    Sein leib Clarificiert.

De Fordømte

    Verdampten.

Wer aber thon hat wider Got
    Inn seinem leben hie
Vnd nit gehallten sein gepot
    Der würdt verstossen wie
Der Lucifer inn helle grund
    Da mag kain gnad mer sein
Dann er fert inn derselben stund
    Ab inn die Ewig pein.

Pensabit trutina deus arbiter omnia iusta.

Dødens Våbenskjold
Dødens Våbenskjold

Dødens Våbenskjold

    Wappen des Tods.

Der Todt also sein wappen füert
    Der vber menschlichs gschlecht regiert
Vnd ist der aller mächtigst herr
    Inn allen landen nah vnd verr
Erstreckht sich sein gepiet vnd gwallt
    Die Reichen/ armmen/ Jung vnd allt
Sein jm gehorsam vnd verpflicht
    Den allen er jr leben bricht
Vnd kompt zů vnuersehner weil
    Scheüsst sie ernider mit seim pfeil
Ist Edel auch vnd Thurners gnoß
    Dann ye kain Fürst noch Herr so groß
Den er zu letst nit vberwind
    In fürchten alle Adams kind
Vnd müessen wann er will ins grab
    Deßhalb wer sich wöll ziehen ab
    Von sünden/ jn vor augen hab.

Parendum est nobis vbi mors sua debita poscit.

Epilog

    Beschluß.

AUff erd kain grösser thorhait ist
    Dann wer wil sein ain rechter Crist
D[a]z er sich fürcht seins ends vnd tods
    So er doch abhülfft alles laids
Dem menschen/ vnd bringt frid vnd rhw
    Darumb sollt ainer sich darzw
Von Hertzen frewen/ das yn nem
    Gott von der wellt/ damit er kem
Der bschwernuß ellends lebens ab
    Dann ligt er sicher in dem grab/
Entbunden vnd gantz frey ist er
    Kaim vnfal vnderworffen mer
Noch aller widerwertigkhait
    Damit die flaischlich blödigkhait
Allzeit behafft ist weyl sy lebt
    Biß man sy inn die Erd vergrebt
Wann schon das sterben ankumpt hart
    Můss dannoch ainer auff die fart
Da hülfft nichts für/ dann niemandt mag
    Sein Tod auffhalten nur ain tag
Vnd so er dann dasselb versteet
    Das es allso nach ordnung geet
Gleich/ wie man spricht/ die wach herumm
    Biß das der Tod ann yeden kumm
Das er ym můß Tribut vnd steür
    Des flaischs/ bezalen hoch vnd theür
Ist ye nichts pessers/ was soll sein
    Man geb den willen dultig drein
So kumpt man vil dest leichter drauß
    Dann es můß doch den weg hinauß
Sich hatt das leben bald verweilt
    Laufft strackhen weg zum tod vnd eilt
Das es werd wider staub vnd kat
    Dauon es Ersten vrsprung hat
Vnd gschaffen ist/ darumb begert
    Es Jrdisch ding/ vnd lebt verkhert
Das ym nun zeittlich wollust gfellt
    Vnd sich nit seines schöpffers hellt
Sich steets versündt vnd vnrecht thůt
    Wie kan das End dann werden gůt
Weyl Got ain nach den wercken richt
    Darumb man nit vergebens spricht
Gleich wie der mensch die zeit verschwendt
    Allso er auch sein leben endt
Darnach er hie abdruckt vnd bschleüsst
    Allso er dort desselben gneüsst
Wer abschaidt wol der findt Got millt
    Der aber vbel stirbt entgillt
Mit seiner seel inn Ewig zeit
    Allain wer durch den glauben streit
Inn Christo Jhesu/ vberwindt
    Den Tod/ sampt teüffel/ welt vnd sündt
Der setzt darauff sein hoffnung vesst
    Vnd weicht dauon nit ab zůlesst
Ja biß inn Tod darob verharrt
    Derselb das Ewig leben gwarrt
Was Got der Herr auff erd beschůff
    Lasst er zůrgeen on widerrůff
Da sind verloren vnd vmb sunst
    All zeitlich Mittel/ weg vnd kunst
Der Tod lasst sich abwenden nit
    Mit gwalt/ mit gůt/ mit trew/ noch bit
Vnd brauchet on Barmhertzigkait
    Gen yederman sein Oberkait
Lasst niemand hin sech kain nit an
    On vnderschid Tödt yederman
Weils anderst nit sein khan noch mag
    Das ainer sterben můß/ so trag
Ers Creütz vnd leiden willigklich
    So schaidt er ab fein Christenlich
Vnd stirbt durch rechten glauben ring
    Das ist das höchst vnd Götlichst ding
Damit man barmhertzigkhait
    Erlangt vnd Ewig seligkhait
Dann durch das Götlich wort so ist
    Das Ewig leben dem vergwisst
Der inn dem waren glauben stirbt
    Derselb das Himelreich erwirbt
Wie khan dann ainem baß ergeen
    Der würdt am Jungsten tag ersteen
Zur rechten seyten außerwölt
    Vnd vnder Gottes hailigen zölt
Dagegen ist das leben nicht
    Dann Trübsal/ angst vnd not verpflicht
Das wol sich zůbefrembden wie
    Der mensch so thöricht/ weil doch hie
Auff erd nit ist sein vatterland
    Wol ist der leib der seelen band
Vnd gfengknuss/ der sie vndertreibt
    Das sie inn sünden steckht vnnd bleibt
Vnd lasst gar sellten dauon ab
    Biß er der Leib kumpt inn das grab.
Inn Summa es ist nur ain won
    All vnser leben vnd nit on
Groß angst vnnd gfahr kain augenblickh
    Můß ymmer fürchten das Got schickh
Im vnuersehens letste stund
    Das ist die warhait inn dem grund.
Noch sind wir also hart verblendt
    Das sellten ainer das erkhendt
Biß jn der Tod greifft gwalltig an
    Das er sich nymmer richten kan
So würdt es laider jm zů spat
    Darumb sůch vor deins hails gůt rath
Spars auff den notknopff nit zůletzt
    Waisst nit wie dir der Tod zůsetzt
Noch wölche stund dich vberschleicht
    Das dein seel von dem leib entweicht
Deßhalb ist dir fürsehung not
    Vnd gůt Artzney für bitterkait
Deß grimmen Tods/ die findst du wol
    Dann Gott ist aller güete vol
Den bitt das er dein sünd verzeich
    Vnd dir noch ferrner gnad verleich
Das du fürhin das leben dein
    Verschleissest nach dem willen sein
Das wann dein sündtlichs flaisch ersterb
    Das nit dein Seel damit verderb
Dann Got füert auß zergengklichait
    Der wellt/ inn die vnsterblichait
Die seinen inn das ewig reich
    Da werden sy den Englen gleich.

Viuere seruitium est, libera vita mori.

Eksterne links

Yderligere information


Fodnoter: (1) (2) (3) (4) (5) (6) (7)

Dette citat ser ud til at stamme fra Luigi Bigi Pittorio i bogen Opusculorum Christianorum libri tres fra 1509.

Det er også trykt i 1541 i bogen Scholae christianae epigrammatum af Johannes Susenbrot.

Et citat fra Alexandreis bog X, linje 433-434 af Walter af Châtillon (Gualterus de Castellione).

Thratiern . . .: skulle have været "Thraciern".

Ophavsmanden til disse "trakiske" oplysninger er Herodot:

The Trausi in all else resemble the other Thracians, but have customs at births and deaths which I will now describe. When a child is born all its kindred sit round about it in a circle and weep for the woes it will have to undergo now that it is come into the world, making mention of every ill that falls to the lot of humankind; when, on the other hand, a man has died, they bury him with laughter and rejoicings, and say that now he is free from a host of sufferings, and enjoys the completest happiness.
(The History of Herodotus, bog 5)

ruebig . . .: alternativ variant af "rühig".

Med forhærdelse af w'et i "ruewig" til et "b".

thorecht pouel . . .: en mere moderne tysk stavning er: "thöricht Pöbel". Den naragtige pøbel.

Kristus kaldte døden for en søvn i Johannes 11,11-14:

"Vor ven Lazarus sover, men jeg går hen og vækker ham. […] Da sagde Jesus ligeud til dem: "Lazarus er død."

De to ord, "mit im", er foreslået af Mischa von Perger, fordi sætningen ser ud til at mangle to stavelser.