Huldrich Frölich, En sammenligning

Paven
Frölich-1581, Pope

Dette er en sammenligning af teksten i Huldrich Frölich's bog om dødedansen i Basel, nemlig Lobspruch An die Hochloblich unnd Weitberümpte Statt Basel fra 1581 med vores ældste kilde: Ludwig Iselin fra 1577. Iselins manuskript er transskriberet og analyseret af Mischa von Perger i bogen Totentanz-Studien, side 93-132.

I denne sammenligning ignorerer vi accenter, tegnsætning, store bogstaver, dobbelte bogstaver og forskelle, der skyldes ombytning af i/j/y, u/v, ß/ss, ay/ey/ei, ck/k, hl/l, hr/r og tz/z. I slutningen af det enkelte ord ignoreres også forskelle mellem hth/ht/th, ndt/nd/nnt/nt, rd/rt/rdt/hrt, nn/n, dt/d, tt/t og lt/ld.

Sletninger er markeret med rødt, og tilføjelser med grønt. Eller med andre ord: rødt er de variationer, der findes i Frölichs Todten-Tanz fra 1581.

Esajas

Warnung Esaiæ am 40 Capitel. cap..xxxx. 1
ES spricht der Prophet Esaias,
Daß alles Fleisch ist Höw heüw vnd Graß,
Sein schöne wie die Blum im Veld, feld
Das Graß verdorrt, uerdort/ die Blum wird welck:
Vergleichts Volck Verglicht s’uolck dem Graß auff uff der Heid,
Wenns Herren Athem sie otem sÿ anweit,
Die Blum verryst, uerrüst/ das Graß verdorrt, verdortt
Doch bleibt blibtt in Ewigkeit Ewikeit sein Wort.

Job

Trost des Jobs am 19 Capitel. Iob.xv. (sic!) cap. 2
ICH weiß daß mein Heiland thut leben
Christus, der mir hats Leben hatt s’leben geben,
Wird Württ hernoch mich auß der Erden erwecken, Erd auffweckenn
Mein gebein mit der miner Haut bedecken: uerdeckenn:
Vnd wird württ mein Fleisch Gott lebend sehen, sechen
Mit meinen Augen wirds beschehen. wirtt das b’schechen.

Ein anders Trostsprüchlein:
Was lebt, das stirbt durch Adams noht: nothtt
Was stirbt, das lebt durch Christi todt.

Prædikanten

Der Prediger spricht Danielis am 12 Capitel. Daniel.xii. cap. 3
VIl auß den, denen/ die im Staub der Erden
Schlafen, die Schloffen/ sollen wider werden
Erwachen: ein theil ewig leben, z’leben
Dem andern Den andrenn theil dem denen wird er geben
Ein hart Vrtheil zu Ewiger schmoch: schmock:
Die müssen wÿsenn aber kommen hoch,
Welch andere haben bericht andre hebent bricktett fein,
Werden glantz'n, glantzen wie des Himmels schein: s’hÿmmels schin.
Diese Die ienigen aber werden geprysen, prÿsen
So die Meng d’menge zur Frombkeit gewisen, fromkeitt hand g’wisen
Scheinen Schinen wie Stern am Firmament,
Werden sein sÿn ewiglich ohn onn end.

Benhuset

Andere Verßlin. Ô Mensch betracht/ vndt nit veracht
O Mensch betracht, Vnd nicht veracht, Hie dis figur/ all creatur
Hie die Figur, All Creatur nimbtt der todt frie, vnde spot
Glich wie Die nimpt der Todt, Frühe vnd spot, blum im feld zergotht.
Gleich wie die Blum, Im Veld zergoht. </vers>

Døden til paven

Der Todt. zum Bapst.
KOmm heiliger Kum heilger Vatter werder Mann,
Ein Vortantz must miest jhr mit mir han,
Dafür hülfft eüch Der Ablaß euch nicht hilfft daruon, nichtz
Das Die dreÿfach Kronn/ vnd zweyfach Creutz, vnd dreyfach Cron. critz.

Paven

Bapsts Antwort. Der Bapst.
HEilig was ich auff Erdt genannt, Erden gnantt
Ohn Onn Gott der höchst führt ich mein Stand,
Der Ablaß thett dett mir gar wol lohnen, lonenn
Noch will der Todt Dodt mein nicht nitt verschonen.

Døden til kejseren

Der Todt. zum Keiser.
HErr Keiser mit dem grawen Bart,
Ewr Eüwer Reuw habt handt jhr zu lang gespart,
Drumb Dan spert euch nicht, nit/ jhr must miest daruon,
Vnd tantzn nach meiner dantzen noch mein’r Pfeiffen thon.

Kejseren

Der Keiser.
ICh kundte kondt das Reich gar wol mehren
Mit streiten, fechten, vnrecht wehren:
Nun hatt der Todt vberwunden mich,
Daß ich bin keinem Keiser glich.

Døden til kejserinden

Der Todt. zur Keiserinn.
ICh tantz dantz euch vor for Fraw Keiserin,
Springen hernach Springendt hernoch/ der Tantz dantz ist min:
Ewr Hofleut Eüwer Hofflütt sind von euch gewichen, gwichenn
Der Todt der hat euch hie auch erschlichen.

Kejserinden

Die Keiserin.
VIl Wollust hatt hatte mein stoltzer Leib, lib
Ich lebt alß eines Keisers Weib: wib:
Nun muß ich an diesen Tantz kommen, disen Dantz kummen
Mir ist all mut vnd freud genommen. genummen.

Døden til kongen

Der Todt. zum Künig.
HErr König euwr künig eüwer gwalt hatt ein endt,
Ich führ fier euch hie bey meiner eüwer hendt
An diesen dürren disen dirren Bruder tantz,
Da Do gibt man euch des Todtes Todes krantz.

Kongen

Der König. Künig.
ICh hab gewaltiglich gelebt, gewalltiglichen glebtt
Vnd in hohen Ehren gestrebt:
Nun bin ich in des Todtes Todes banden
Verstricket sehr in seinen sinen Handen.

Døden til dronningen

Der Todt. zur künigin.
FRauw Königin euwr Fraw künigin eüwer freüd ist auß,
Springen Springendt mir nach ins Todtenhauß, Todten haus:
Euch hilfft hülfft kein schöne, Goldt noch Gelt,
Ich spring mit euch in jene Welt.

Dronningen

Die Königin. Künigin.
O Weh we/ vnd ach, O weh we/ vnd jemmer, immer
Wo ist jetzundt mein Frawenzimmer,
Mit denen ich hatt freüden vil,
O Todt thu dun g'mach, mit mir nicht yl. nit eil.

Døden til kardinalen

Der Todt. zum Cardinal.
SPringen Springendt auff mit dem roten Hut,
Herr Cardinal der tantz ist gut,
Wol gesegnet habt g’segnett haben jhr die Leyen,
Ihr müst miest auch jetzundt an den Todten Reyen.

Kardinalen

Der Cardinal.
ICh ware was mit Bäpstlicher bestlicher wahl
Der Heiligen heilgen Kirchen Cardinal:
Die Welt hielt mich in grossen Ehren,
Noch mag ich michs Todts nicht mich s’dotz nitt erwehren.

Døden til biskoppen

Der Todt. zum Bischoff.
Euwer Würde hat sich verkehrt,
Herr Bischoff Weiß wÿs/ vnd Wolgelehrt,
Ich will euch in an den Reyen zeigen, ziechen
Ihr mögen megen dem Todt nicht entweichen. nitt entpfiechen.

Biskoppen

Der Bischoff.
ICh bin gar hoch geachtet geehrett worden,
Dieweil Diewil ich lebt in Bischoffs Orden:
Nun zeigen ziechen mich die Vngeschaffnen ungeschaffen
An Ihren Tantz, alß wie ein einen Affen.

Døden til hertugen

Der Todt. zum Hertzog.
HAbt Handt jhr mit Frauwen frawen hoch gesprungen,
Stoltzer Hertzog, ists ist euch wol g'lungen,
Das müst miest jhr an den disem Reyen büssen, biessen
Wol hehr g'lust lust euch die Todt'n zu grüssen. Todten z’griessen.

Hertugen

Der Hertzog.
O mordt muß ich so fluxs flux daruon,
Land, Leüt, Weib, wÿb/ Kindt dahinden lon, dohinnden lan?
So erbarm sich si Gott in seim seinem Reich,
Ich wirde Jetzund werdt ich mein Täntzer gleich. meim dentzer glich.

Døden til hertuginden

Der Todt. zur Hertzogin.
FRauw Fraw Hertzogin seindt sindt wol gemut,
Ob jhr schon seindt vom Edlen sind von edlem Blut,
Vnd Hoch geachtet auff dieser geacht uff diser Erdt,
Hab ich euch dennoch lieb vnd werdt.

Hertuginden

Die Hertzogin.
ACh Gott der des Armen Lauten thon, lutenthon
Muß ich mit dem Greuling gruewlig daruon,
Heut Hertzogin vnd nimmermeh, nimmemehr
Ach angst vnd noht, not/ o weh we/ o weh. wee.

Døden til greven

Der Todt. zum grafenn.
HErr Graff gebt gendt mir das botten Brot, Bottenbrott
Es zeucht zeicht euch hin der bitter Todt,
Last Londt euch nicht nit reuwen Weyb wÿb vnd Kindt,
Ihr must tantzen miest dantzen mit diesem disem Gsindt.

Greven

Der Graff.
IN dieser diser Welt waß war ich bekannt,
Darzu ein Edler Graff ward ich genannt,
Nun bin ich von dem Todt gefelt,
Vnd hehr an diesen disen Tantz gestelt.

Døden til abbeden

Der Todt. zum Aptt.
HErr Apt ich zieh zeücht euch die yflen d’üfflen ab,
Deßhalb nutzt nitzt euch nicht nit mehr der Stab:
Sindt jhr g'wesen ein guter Hirt,
Hie euwrer eüwer Schaff, die Ehr der lon euch wirt.

Abbeden

Der Apt.
ICh hatt hab mich alß ein Apt erhebt, gehebtt
Vnd lang in hohen Ehren g'lebt:
Auch satzt sich niemandt wider mich,
Dennoch bin ich dem Todt gelich.

Døden til ridderen

Der Todt. zum Ritter.
HErr Ritter jhr sind angeschriben,
Ritterschafft die müssen miessen jhr triben,
Mit dem Todte Todt/ vnd seinen knechten,
Es hilfft weder streiten striten noch fechten.

Ridderen

Der Ritter.
ICh hab alß ein strenger Ritter gut
Hab der Welt dient mit gedientt in hohem mut:
Nun bin ich wider Ritters Orden
An diesen Tantz disenn dantz gezwungen worden.

Døden til juristen

Der Todt. zum Juristenn.
ES hilfft do kein fund noch hofieren,
Kein Auffzug, uffzug/ oder Appellieren,
Der Todt zwinget alle Geschlecht,
Darzu Geistlich vnd Weltlich Recht.

Juristen

Der Jurist.
VOn Gott all Recht gegeben sindt,
Wie man die in den Büchern biechren findt,
Kein Jurist soll dieselbig die selben biegen,
Die Lug lugen hassen, die Warheit d’warheit lieben.

Døden til rådsherren

Der Todt. zum Raths Herren.
SIndt jhr ein Herr gwesen der gsin diser Statt,
Den man im Raht gebrauchet hatt,
Habt Hand jhrs wol g'rathen ists g’roten/ ist euch gut,
Wird euch auch abziehen glont/ ziechen abb den Hut.

Rådsherren

Der Ratsherr. Raths Herr.
ICh hab mich g'flissen b’flissen Tag vnd Nacht,
Das der G'mein nutz werde wurde betracht,
Sucht Reich vnd Armer arm Nutz vnd Ehr,
Was mich gut dunckt, do macht ich das ichs mehr.

Døden til kannikken

Der Todt. zum Chor Herrenn.
HErr Chorpfaff habt Chor pfaff hand jhr g'sungen vor
Vil süß sies Gesang in euwerm eüwrem Chor:
So mercken auff der Pfeiffen pfiffen schall,
Verkündet Verkindett euch des Todtes fall.

Kannikken

Der Chorherr. Chorr Herr.
ICh sange hab gesungen alß ein Chorherr Chor Herr frey
Von stimmen manche Melodey,
Des Todtes pfeiff pfiff dönt dem den vnglich,
Sie Sÿ hat so sehr erschrecket erschröckett mich.

Døden til lægen

Der Todt. zum Artzett.
HErr Doctor b'schawt die Anatomey b’schaw d’Anathomeÿ
An mir, ob sie sÿ recht g'machet sey:
Dann du hast manchen auch hing'richt,
Der eben gleich, glich/ wie ich jetzt ietz sicht.

Lægen

Der Doctor. Artzett.
ICh hab mit meinem Wasser b'schawen, schawen
Geholffen beyde G’hulffen beiden Mann vnd Frauwen: Frawen:
Wer b'schawt b’sicht mir nun das Wasser min, mein?
Ich muß jetzt ietz mit dem Todt dahin. dohin.

Døden til adelsmanden

Der Todt. zum Feldhauptman.
NVn kommet Kummett hehr jhr edler Tegen, degen
Ihr musset müesset hie der Mannheit pflegen
Mit dem Todt, der niemandt verschont, niemandts schont
Gesegnet euch, so wirdt würt euch g'lont.

Adelsmanden

Der Kriegsmann. Haupt oder Kriegman.
ICh hab gar manchen Mann erschreckt,
Der mit dem Harnisch harnascht was bedeckt:
Nun ficht mit mir der grimme Todt,
Vnd bringt mich gar in grosse noht. Nott.

Døden til adelsdamen

Der Todt. zur Edlenfrawn.
VOm Adel Frauw last fraw lond euwer pflantzen, pfanzen
Ihr müsset jetzt hie miessen ietz mit mir thun dantzen,
Ich schon nicht nit euwers gelen haar, gelben Hor
Was secht jhr in den Fraw im Spiegel klar. klor?

Adelsdamen

Die Hoffart. Edelfraw.
O angst vnd ô noht wie ist mir b'schehen,
Den Todt hab ich im Spiegel g'sehen: g’sechen:
Mich hat erschreckt erschroeckt sein grewlich greülich g'stalt,
Das mir das Hertz im leib ist kalt. in lib erkaltt.

Døden til købmanden

Der Todt. zum Kauffmann.
HErr Kauffman lassen euwer werben,
Die zeit ist hie, jhr müssen miessen sterben:
Der Todt nimpt nimbtt weder Gelt noch Gut,
Nun tantzen dantzett hehr mit freyem mut.

Købmanden

Der Kauffman.
ICh hatt hab mich z'leben versorgt uersorgett wol,
Kysten vnd Kasten waren vol,
Der Todt hat meine mine gab verschmocht, uerschmacht
Vnd Hat mich vmb Leib lÿb vnd Leben brocht. bracht.

Døden til abbedissen

Der Todt. zur Eptissinn.
GNedige Frauw fraw Eptissin rein,
Wie habt handt jhr so ein Beüchlin büchlin klein:
Doch will ich euch das nicht verweissen: nit uerwisen
Ich wolt mich ehe ê in ein finger beissen. bisen.

Abbedissen

Die Eptissin.
ICh hab gelesen g’lesen auß dem Psalter
In dem Chore chor vor dem Fronalter:
Nun will hülfet mich helffen hie kein betten, bätten
Ich muß hie ietz dem Todt auch nach tretten. nachtretten.

Døden til krøblingen

Der Todt. zum lammen crippell.
HIncke Hinck auch hehr mit deiner härr auff diner Krucken,
Der Todt will dich jetzund ietz hinzucken:
Du bist der Welt gantz vnwehrt sehr, gar unmähr
Komm auch Kum du an meinen Tantz minen dantz hiehehr.

Krøblingen

Der Krüppel. lamme mann.
EIn Armer Krüppel crippell hie auff uff Erdt
Zu einem Freundt frindt ist niemandt werdt:
Aber der Todt will sein Freundt frind syn,
Er nimpt jhn in mit dem Reichen den richen hin.

Døden til eremitten

Der Todt. zum waldbruder.
BRuder komm du komstu auß deiner Klauß, diner clus
Halt still, ich lösch dir das Liecht lesch ich dir auß:
Drumb mach dich mit mir auff uff die fahrt
Mit deinem Weissen langen In dinem wÿssen langem Bart.

Eremitten

Der Waltbruder. waldbruder.
ICh hab getragen lange zyt
Ein herren härin Kleidt, hilfft mich hüft mir jetzt nit:
Bin nicht nit sicher in meiner Klauß, miner cluss
Die Stundt ist hie, mein G'bett min bät ist auß.

Døden til den unge mand

Der Todt. zum iüngling.
Jüngling wo wilt du hin iüngling hingon spacieren,
Ein andren weg will ich dich führen, fierenn.
Allda wirst du dein Do wirstu din Bulschafft nit finden,
Das thu dun ich dir jetzund verkünden. uerkindenn.

Den unge mand

Der Jüngling.
MIt Schlemmen, Demmen vnd mit Brassen, prassen
Des Nachts nachtz hofieren auff der Gassen,
Darinn Dorinn hatt ich mein mut vnd freudt,
Gedacht Docht wenig noch an den Abscheidt.

Døden til ågerkarlen

Der Todt. zum Wucherer.
DEin Gold vnd Gelt sich ich nicht nit an,
Du Wucherer vnd Gottloß Mann:
Christus hat dich das nicht nit gelehrt,
Ein Schwartzer Todt ist dein Geferdt.

Ågerkarlen

Der Wucherer.
ICh fragt nicht vil fil nach Christi Lehr,
Mein Wucher der trug mir vil fil mehr:
Jetzt bleibt Ietz blibtt der Leiden liden all dahinden, dohindenn
Waß hilfft mein schaben vnd mein schinden.

Døden til jomfruen

Der Todt. zur Jungfrauw.
ACh Junckfrauw Jungfraw euwer roter Mund
Wirdt Würt bleich jetzundt zu dieser diser Stundt:
Ihr sprungen sprangen gern mit jungen Knaben,
Mit mir müst jhr ein Vortantz haben.

Jomfruen

Die Junckfrauw. Jungfrauw.
O Weh, tod wie grewlich greülich hast mich g'fangen,
Mir ist all mut vnd freüd vergangen:
Zu tantzen dantzen g'lust mich nimmer meh, nimmermeh
Ich fahr daruon, ade, ade.

Døden til musikanten

Der Todt. zum Geiger.
WAS wölln mir wond wir für ein Täntzle dentzlin haben,
Den Bettler oder schwarzen Knaben,
Mein Kylbehans, Spil wer kilwÿ Hans d’spÿl wär nit gantz,
Werst du Werstu nit auch nicht an diesem Tantz. disem dantz.

Musikanten

Der Kilbe krämer. Geiger.
KEin Kilb kilber was mir wegs halb zu weit, wüghalb zwitt
Dauon Daruon ich nicht nit hab bracht mein Beut: beit:
Nun ists ist es auß, weg ich muß ich mit noht, hinweg
Die Pfeiff pfiff ist g'fallen mir ins Koht. in treck.

Døden til herolden

Der Todt. zum Herolldenn.
HEroldt in deiner roten Kappen,
Jetztmals Ich muß ich dich ietzmols auch erdappen:
Bey Fürsten warst du warstu lieb vnd werdt,
Dein Stab wirff den würff von dir auff die Erdt. uff d’Erd.

Herolden

Der Herolt.
DEm Keiser was ich lieb vnd werd,
Von jhm im hat ich Geschenck vnd Pferdt:
Mein Reden hat manchen erschreckt,
Nun hat der Todt mein schwetzen g'legt.

Døden til borgmesteren

Der Todt. zum Schultheis.
HErr Schultheiß auff, wann es ist zeit, zitt
Das Leib lÿb/ vnd Seel miteinander streit, mit ’nandren stritt
Daß thu dun ich auff uff der Leyren lÿren singen,
Dem Liedlin mögen megen jhr nach springen. nachspringen.

Borgmesteren

Der Schultheiß.
MEin Ampt hab ich mit fleiß versehen,
Hoff es sey sig niemandt Vnrecht b'schehen, b’schechen
Am Mein G'richt dem Reichen Rüchen/ wie dem Armen:
O Gott du wolst welst dich mein erbarmen.

Døden til bøddelen

Der Todt. zum Blutt Vogtt.
SInd jhr der Herr Vogt vbers Blut, Heruogtt über z’blutt
Im roten Rock vnd im in dem Beltzhut:
Ihr sehen sawr, saur/ kehr mich nicht nit dran,
Mein Vrtheil niemandt brechen kan.

Bøddelen

Der Blut Vogt.
IM In meim Ampt hab ich nicht nit braucht Gewalt, g’waltt
Was ich thett, was inn Dieners g'stalt:
Durch mich ist g'schehen b’schechen kein vngleichs, unglichs
Drumb nennt man mich ein Vogt des Reichs. Richs.

Døden til narren

Der Todt. zum Narren.
WOl auff Woluff Heyne du must jetzt springen,
Schürtze Stürtz dich auff vnnd laß dir los dirs lingen:
Dein Kolben magst jetzt ietz wol lan bleiben, blibenn
Mein Tantz wirdt dantz würt dir den Schweiß außtreiben. austribenn.

Narren

Der Narr.
O Weh We/ ich wolt gern Holtz aufftragen, ufftragenn
Vnnd allweg viermal all tag fiermoll werden g'schlagen
Vom Herren mein vnd seinen knechten,
So muß ich mit dem Dürrling dirling fechten.

Døden til kræmmeren

Der Todt. zum Krämer.
WOlhehr Krämer du Groscheneyer, grÿschennÿer
Vnd leütb’schüsser/ Du Leutb'scheisser vnd Gassenschreyer,
Du must jetztmals ietz mols mit mir daruon,
Dein Hümpelkram ein andern himpell krom eim andren lon.

Kræmmeren

Der Krämer.
ICh bin gezogen durch die Welt,
Vnd hab gelöst geloest allerley Gelt,
Vil Thaler, Daler/ Müntz, Kronen, vnnd Gulden:
O Mordt, wer zahlt mir jetzt ietz die Schulden.

Døden til den blinde mand

Der Todt. zum bettler.
DEin Wegzeiger schneid wegfierer schnid ich dir ab,
Tritt sittlich, falst mir sonst ins Grab,
Du Armer blinder alter Stock,
In deinem dinem bösen, bletzten Rock.

Den blinde mand

Der Blindt Mann. bettler.
EIn blinder Mann ein Armer Mann
Sein Muß vnd Brot nicht nit g'winnen kan,
Köndt nicht nit gon ein tritt gehn ohn on mein Hundt:
Gott sey g'lobt, das hie ist die Stundt.

Døden til jøden

Der Todt. zum Juden.
HVium Jud, mach dich auff uff die Fahrt,
Deins Messiæ Vff dein Messias hast zu lang z’lang g'wart:
Den Christum, welchen den jhr habt ermürdt, hand ermÿrdt
Der Was der recht, jhr habt lang geirrt. hand z’lang g’irtt.

Jøden

Der Jud.
EIn Raby was ich der Geschrifft,
Zog auß der Bibel nur das Gifft:
Gar wenig nach Messiam noch Messias tracht,
Hatt mehr auff Schätz schetz vnd Wucher acht,
Dasselb mir Das selbig mehr inn die Kuche d’kuche bracht.

Døden til hedningen

Der Todt. zum Heiden.
KOmm Kum falscher Heydt vnd Gottloß Mann,
Dein Abgott dir nicht nitt helffen kan:
Den Teuffel hast für Gott geehrt,
Derselb hat dein Gebett erhört.

Hedningen

Der Heydt.
Iupiter, Neptunus vnnd Pluton,
Ihr höchsten Gött wolt welt mich nicht nit lon:
Wann jhr all drey alle sind Vnsterblich,
Saturnus wolst welst erbarmen dich.

Døden til den hedenske kvinde

Der Todt. zur Heidin.
ICh kan, Heydin, fein artlich greiffen grifen
Ein Todten toden Lied auff der Sackpfeiffen, sack pfiffen:
Dem must nach tantzen nachdantzen/ wie dein Mann,
Rüffest du Riefstu schon all alle Götter an.

Den hedenske kvinde

Die Heydin.
Iuno, Venus vnnd auch Pallas,
Eüch Jr Göttin lasts lond erbarmen, das
Ich sterben muß, helfft mir auß Noht,
Kein Segen hilffet sägen/ kunst hülft für den Todt.

Døden til kokken

Der Todt. zum Kochen.
KOmm Kum hehr Hans Koch du must darvon,
Wie bist so veist, feist/ du kanst kans kaum gohn: gon:
Hast du Hastu schon kocht vil süsser fil sieser Schleck,
Wirdt dir jetzt sawr, ietz saur/ du must hinwegk. hinweg.

Kokken

Der Koch.
ICh hab kocht Hüner, Gänß hiener/ gens vnnd Visch fisch
Meim Herren vil mal filmoll vber Disch, tisch:
Wildbret, Bastet Wildprett/ pastet vnnd Marziban: marcipan
O weh We meins Bauchs, ich muß darvan. auch dran.

Døden til bonden

Der Todt. zum Bauren.
DV Baur hast dein Tag g'habt g’han Arbeit groß
Frühe vnd spath ohn Frie/ unde spatt onn vnderloß,
Dein Burde will ich dir abnemmen, abnen
Korb, Flegel, Tegen thu pfegel/ degen dun mir geben. gen.

Bonden

Der Bawr. Baur.
O Grimmer Todt, gib mir mein Hut,
Mein Arbeit mir nicht nit mehr weh thut, dutt
Die ich mein Tag je hab gethan, gehan
Was zeist zichst mich Armen alten Mann.

Døden til barnet

Der Todt. zum Kind.
KReich Krich hehr kind du must tantzen dantzen lehren,
Weyn oder klag, magst lach/ mags dich nicht nit wehren,
Hettest Hest schon die Brust an deim dinem Mundt,
So hilffts hilftz dich nicht nit zu dieser diser Stundt.

Barnet

Das Kindt.
O Weh we mein liebes Mütterlin, Mietterlin
Ein dürrer dirrer Mann zeiht zeücht mich dahin:
O Mütterlein wilt du Mietterlein wiltu mich lon,
Muß tantzen dantzen/ vnd kan noch kaum stohn: gon
Ach lehr mich vor for im Kärrnlin gohn. kerlin gon.

Døden til mor og barn

Der Todt. zur frawenn.
ACh Fräwlein frewlin lassen ewer Klagen,
Tantzen Dantzen dem Kindt nach mit der Waglen: wagen:
Dann Wan jhr möcht mecht hie mir hie nicht entfliehen, nit enpfliechen
Den Gasthut will ich euch abziehen. abziechen.

Moderen og barnet

Des Kindts Mutter. Die Fraw.
ICh hab mich alle zeit ergeben
Inn Todt, hoff aber Ewigs s’ewig Leben:
Wiewol Wie wol der Todt mich greifft grift hart an,
Nimpt Nimbt mich und kind/ mit kindt, vnnd sampt dem Mann.

Døden til maleren

Der Todt. zum Maler.
HAns Hug Kluber laß Mahlen stohn, sthon
Wir wollen wellen auch jetztmals ietzmols darvon:
Dein Kunst, Müh, mie/ Arbeit hilfft dich nüt, nit
Wann es geht gothtt dir, wie ander Lüt: leüt.
Hast du Hastu schon grewlich g'macht greüwlich gmalt mein Leib, lib
Wirst auch so g'stalt g’stelt mit kindt vnd Weib: wib
Hab Gott vor für Augen allezeit, alle zitt
Wirff Bensel pensel hin sampt dem Richtscheit. richtschitt.

Maleren

Der Mahler.
MEin Gott du wollest welst bey mir stohn, sthon
Dieweil Diewil ich auch ietz muß jetzt darvon:
Mein Seel befihl befilch ich inn dein Händt, hendt
Wann die Stundt kompt zu meinem Endt,
Vnnd mir der Todt mir mein Seel außtreibt. austribtt
Verhoff ich doch mein Gedechtnuß bleibt, dechtnus bliptt
So lang man diß Werck haltet schon:
Behüt Behiett euch Gott, ich fahr daruon.
Vnnd jhr meine Gesellen nun Mein Gsellen welt bald noher kon.
Wöllen mir bald nachvolgen thun.

Døden til tyrkeren

Der Todt. zum Türcken.
DV falscher Türck vnd grosser Hundt,
Es ist jetzundt auch hie dein Stundt,
Dein Machomet hilfft Mahomet der hülft dich nicht heut, nit
Noch Vnd auch dein Bogen zu dem Streitt,
Darzu Dorzu dein Sebolt sebel/ vnd dein Bundt,
Must sterben wie ein andrer ander Hundt.

Tyrkeren

Der Türck.
O Machomet Mahomet ich rüff rüeff dich an,
Vnnd mein gantz Geschlecht Solyman,
Die g'wunnen haben hand so vil der Landt,
Wollen Wellen mir hie thun ein Beystandt,
Inn grösser Noht bin ich nie g'sin,
Ich fahr daruon, weiß nicht wohin.

Yderligere information


Op til Basel's dødedans